Oel

Das schwarze Gold

26.03. - 02.04.2003

Damals in Kota Kinabalu... treffen wir auf Ruedi, einen langjaehrigen Auslandschweizer, welcher in Brunei arbeitet. Bei malaysischer Live-Musik und viel Bier gibt's eine Menge zu erzaehlen und erst als die Ratten durch das Strassencafe schleichen, merken wir, dass es ohne je auf die Uhr zu sehen morgens um 5 Uhr ist. Zeit Abschied zu nehmen... fuer den Moment. Nach einigen Wochen Ferien fuer Ruedi und Reisen fuer uns haben wir seine Einladung einige Tage bei ihm zu Hause - in Kuala Belait - seine Gaeste zu sein herzlichst angenommen. Nach neun Monaten geniessen wir die Annaehmlichkeiten, die ein groesstenteils europaeisch einge- richtetes Haus bietet. Ein eigenes Zimmer, eine Kueche mit allem Drum und Dran... inklusive Heinzelfrauchen, warmes Wasser, e Stube - wir fuehlen uns fast wie daheim! Wir haben die Moeglichkeit, nochmals in die Naehe von Bandar Seri Begawan zu fahren, um das exklusivste der exklusiven Hotels des Landes - oder gar Asiens? - zu besuchen: The Empire Hotel & Country Club. Es bleibt uns nicht vergoennt im Meerespool-Restaurant, umgeben von Bambus-Dekorationen und dem Plaetschern eines kleinen Brunnens, ein Schlemmermahl einzu- nehmen. Das Fisch- und Meeresfruechte-Buffet des Restaurants Pantei ist extrem vielfaeltig. Wir schaffen es nicht, alle appetitanregenden und wunderbar praesentierten Speisen zu probieren! Nicht nur das Essen ist sensationell, sondern auch der aufmerksame und sehr freundliche Service - Rucksackreisen vom Feinsten :-) Es ist interessant Ruedi ueber die Organisation und den Ablauf der hiesigen Erdoel- und Erdgas- Industrie, der einzingen Industrie Bruneis, zuzuhoeren. Immerhin, der Erloes wird nicht fuer militaerische Zwecke eingesetzt, sondern kommt groesstenteils den Bewohnern Bruneis zugute: Keine Steuern, ein kostenloses Gesundheitswesen, geringes Abholzen der Regenwaelder, eine gute und moderne Infrastuktur und so weiter. Die Ortschaft Seria, wenige Kilometer noerdlich von Kuala Belait, ist das Zentrum des Brunei Shell Petroleum Konzerns. Das Dorf ist gepraegt von Oel- und Gastanks, Pipelines, Bohrtuermen und vielen netten Haeusern rundherum. Sicher- heit wird hier gross geschrieben. Sogar auf der Website bei Brunei Shell findet das Thema als erstes Gehoer. Ruedi ist nicht bei Brunei Shell angestellt, sondern arbeitet bei einer Firma, die geophysikalische Messungen fuer Brunei Shell durchfuehrt und so gelten die Sicherheitsbestim- mungen auch fuer ihn... selbst zuhause sind an jeder Tuere Evakuationsplaene aufgehaengt. Man weiss ja nie, wenn sich jemand im 5-Zimmerhaus verirrt. Ist der Weg nach draussen geschafft, geht es zum offiziellen Versammlungspunkt, damit die Familie wieder zusammen- findet :-) Ruedi zeigt uns einer seiner Lieblingsplaetze im wunderschoenen Hinterland Bruneis und wir erfahren interessantes ueber die Kultur und Brauchtuemer der Iban. Die "Ferientage" bei Ruedi verfliegen im Nu, die aus dem nahe gelegenen Malaysia importierten Biere leeren sich schnell und es heisst "Tschuess" sagen und weiterziehen.