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BSB
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BSB Im Garten von... 24.03. - 26.03.2003 ...Kebawah Duli Yang Maha Mulia Paduka - Seiner Majestaet - Seri Baginda Sultan Haji Hassanal Bolkiah Mu'izzaddin Waddaulah der 29igste... oder ganz einfach DER Sultan. Bereits auf der Busfahrt von der Hafenstadt Muara nach Bandar Seri Begawan - oder eben BSB - ist es nicht zu uebersehen: Wir sind in einem reichen, wirklich reichen Staat ange- kommen. Die Strassen sind tiptop asphaltiert, Strassenlaternen existieren, der Bord entlang der Strassen ist gemaeht und gepflegt, ein durchschnittliches Auto neu oder nur einige Jahre alt und die Konzentration der grossen, stattlichen Villen ist kaum zu glauben. Nach Monaten in armen, aermsten Laendern und anderen Staaten auf dem Sprung in die Moderne fuehlen wir uns ueberrumpelt. Das Bild einer heilen Welt... Anders als bisher auf unserer Reise ziert die arabische Schrift Plakate, Strassenschilder, Werbetafeln oder Gebaeude. Brunei lebt nach dem Grundsatz des Melayu Islam Beraja oder ist in verstaend- licheren Worten eine malaysische islamistische Monarchie. Dieses Konzept integriert die Sprache und Kultur sowie das malaysische Brauchtum, das Lehren von islamist- ischen Gesetzen und Werten und die monarchische Verwaltung des Landes. Dies hat einen Grund: Der groesste Teil der Bevoelkurung ist Muslim, trotz vieler hier ansaessigen Chinesen, Indern, Auslandarbeitern aus Europa, Amerika oder Afrika sowie lokalen ethnischen Gruppen wie die Iban. Da Seine Majestaet ebenfalls glaeubiger Muslim ist, gilt es Kleidervorschriften zu beachten, auf Schweinefleisch zu verzichten und es gibt schon gar nicht Alkohol zu kaufen... dafuer vor der Grenze um so mehr ;-). Vorschriften, welche uns nicht betreffen oder mit welchen wir waehrend unseres limitierten Aufenthalts sehr gut zurecht kommen. Einzig die getrennten Zimmer in der Jugendherberge werfen ein unerwartetes Problem auf: Wir sind zu zweit mit nur einer Uhr unterwegs, sprich nur einem Wecker. Was nun? Doris erhaelt die Erlaubnis morgens in aller Fruehe beim Aldo an die Tuere klopfen zu duerfen... aber dann schnell wieder in den Maedchen-Trakt, gell! Mit 60'000 Einwohnern ist Bandar Seri Begawan eine ueberschaubare und zugleich moderne Stadt, die in den vergangenen Jahrzehnten viel Veraenderung erfahren hat und dennoch die traditionelle Lebensweise in den Wasserdoerfern - den Kampung Ayers - aufrecht erhaelt. Das Stadtzentrum entlang des Brunei Flusses ist von "alten" Kampung Ayers umzingelt. Die zum Teil grossen Haeuser auf Stelzen stehen eng neben- einander, bunt, ziemlich chaotisch... und leider immer wieder Opfer der Flammen. In den trockenen Monaten passiert es immer wieder das ein Haus Feuer faengt, dieses schnell auf andere Bauten ueber springt, dann weiter und ein ganzes Quartier in Schutt und Asche hinterlaesst. Grund dessen hat Seine Majestaet in den Bau neuer, sicherer und modernerer Kampung Ayers investiert. Die neuen Doerfer moegen sicher, mit betonierten statt hoelzernen Stegen verbunden und mit Abwasserrohren versehen sein, doch das eintoenige Grau jeder Fassade und die in Reih und Glied erfolgte Anordnung laesst den letzten Funken Charme ersticken. Selamat datang - Willkommen - in der Moderne. Ein Zeichen fuer den Beginn einer neuen Aera setzte 1958 der Bau der Omar Ali Saifuddien Moschee im Herzen der Stadt. Das elegante, zu jeder Tages- und Nachtzeit Weiss leuchtende und mit goldenen Zwiebeltuermen gezierte Gotteshaus ist unmoeglich zu uebersehen. Umge- ben von einem kuenstlich angelegten, kreisrunden See spiegelt sich die Moschee im Wasser. Ein Wahrzeichen Bruneis. Ein weiterer Prachtsbau ist die groesste und teuerste Moschee Asiens - die Jame'Asr Hassanil Bolkiah Moschee. Der Komplex liegt ausserhalb des Stadt- zentrums, umgeben von schoenen Gaerten und hohen Baeumen. Die Boeden sind aus dickem Marmor, die Verzierungen reichhaltig und golden... der Versammlungsraum ist immens, glitzert, funkelt und ist dennoch eiskalt - die Klimaanlage laeuft auf Hochtouren und laesst uns schaudern. Wir besuchen das sensationelle Brunei Museum, in welchem wir vor allem islamische Relikte bewundern: Goldige, sehr fein und reichverzierte Ausfuehrungen des Korans, Toepferwaren, Muenzen und Schmuckstuecke. Im Royal Regalia Museum erfahren wir mehr ueber Seine Maj- estaet und dessen Familie... Bilder aus dem Familienalbum, Kronen, edle Gewaender, Staatsge- schenke und ein Modell des mit 5000 Sitzplaetzen enorm grossen Ballsaals des Palastes Istana Nurul Iman. Die Ausstellungsgegenstaende sind beeindruckend und bei der edlen Ausstattung der Objekteausstellung wurde kein Cent gespart - sogar fuer die tadellose englische Textueber- setzung hat's gereicht. |