Die Fernostrussen

Nastorovye!

29.06. - 05.09.2002

Waehrend den Wochen in Fernostrussland hatten wir das Glueck die Bewohner dieser weiten und wilden Region, ihre Kultur und Eigenheiten zu erleben, genauer "unter die Lupe" nehmen zu koennen. Spannend, spannend... vielleicht auch fuer dich. Einige unserer Impressionen, Erfahrungen... denen du am Besten selbst auf die Spur gehst, um eine eigene Meinung zu bilden. Gastfreundlich - lassen uns im Garten zelten... meist ein feines Z'Nacht inklusive oder fragen wir nach einem Internet-Cafe, endet der Nachmittag mit frischem Salat aus dem Garten und Tee... gesurft haben wir auf der privaten Leitung dann doch noch. Offen & hilfsbereit - gwundrige, aeltere Damen reden unaufhoerlich russisch auf uns ein und "private" Russen nehmen uns immer wieder umsonst mit oder zeigen uns den Weg. Erstaunte Russen - mit wenig Russisch-Kenntnissen herumkommen - und wie weit man herumkommt! Nach einigen Tagen hat ein jeder das Wichtigste im Kopf und wenn nicht, so kennt man immerhin die Seitenzahl im Dix, um darauf zu zeigen. Ein Garten, ein Wald mit Pilzen und Beeren, ein Einmachglas - von Generation zu Generation ueberliefertes Wissen, wie die Schaetze der Natur in Schlemmereien verwandelt werden. Haushalt-Schnickschnack a la Westen, keine Kanalisation - TV, Kuehlschrank, Reiskocher, Mixer, Toaster, Mikrowelle und so weiter... doch hinter'm Haus ein "stinkendes" Plumpsklo und Wasser aus dem Ziehbrunnen. Littering... Abfall wegwerfen - der Nationalsport, den wir wohl nie begreifen koennen: egal wo, egal wann, egal was - aus dem Auge, aus dem Sinn. Alk & Rauchen ab jungen Jahren - zwei, drei Bierchen am Morgen, einige mehr am Nachmittag und Zigis im Multipack - vor allem viele junge Leute scheinen ein grosses Problem zu haben. Schalterbeamte - grundsaetzlich desinteressiert und hinter dem winzigen Fensterchen meist auch kaum zu entdecken - ein Stressfaktor auf Reisen... doch am Bahnhof von Vladivostok hat's die nette Dame aus eigener Initiative englisch mit uns gequasselt! Keine Manieren beim Anstehen - zwei-, dreimal retten uns die grossen Rucksaecke und danach lassen es auch wir mit der schweizerischen EinerNachDemAnderenHoeflichkeitBeimAnstehen sein. Alles hinter Gitter - stell' dir das "Paradies" hinter Gitter vor... dreimal quer durch den Laden und jedesmal vor einem anderen Gefaengnis auf das Gewuenschte zeigen - so geht das mit Einkaufen in Russland - selbst in neuen Laeden! Urvoelker - die Zahl der Koryaken, Evenen oder Udegen sind durch Stalin's rigorose Politik extrem dezimiert worden und heute kaum mehr anzutreffen und traditionelle Lebensweisen - leider - nur noch in Museen. Wissen wo die Schweiz ist - nach einigen Monaten in den Staaten und Kanada eine Erloesung, nicht dauerend den Unterschied zwischen Schweden und der Schweiz erklaeren zu muessen... im Gegenteil: die meisten wissen, dass die klitzekleine Schweiz viersprachig und die Alpen eine Bergkette ist. Stolz Russen zu sein - stolz Schweizer zu sein... ein jeder kennt doch so etwas wie Heimat :-)