Die Weltreise

Vladivostok & Co.

Eine Stadt im Ab... Um... Aufbruch 30.07. - 12.08.2002

Nach einem kurzen Flug mit der Vladivostok Air landen wir in Vladivostok, beziehungsweise in Artem - 50 km von Vlad entfernt. Der Bus #101, welcher im 20-Minuten-Takt in die Stadt fahren sollte, gibt's nicht mehr... seit wann auch immer. Heute scheinen nur noch vier Busse pro Tag nach Vlad zu fahren, schade. Nicht eigentlich ueberrascht, warten wir 2 Stunden vor dem Billetschalter, um bestimmt noch zwei Tickets zu ergattern, da die "nette" Dame uns nichts bis 15 Minuten vor Abfahrt verkaufen will. Es ist bereits spaeter Nachmittag und wir klappern erfolglos 3 Hotels ab... uns scheint, als ob diese etwas gegen unsere Rucksaecke haben. Beim vierten Ver- such - Doris probiert's ganz ohne Gepaeck - klappt's auf anhin und erst noch in zentraler Lage. Vlad - wie die heimischen Vladivostok nennen - zeigt sich von seiner besten Seite: grau, feucht-warm und smoggy. Doch strahlender Sonnenschein laesst uns die Stadt waehrend den naechsten zwei Tagen erkunden und... wir sind positiv ueber- rascht. Die Stadt ist im Aufbruch. Viele Gebaeude aus den Anfaengen des 19. Jahrhunderts werden restauriert und andere zeigen sich bereits in neuer Pracht. Eine gute Bausubstanz ist vorhanden und wir sind ueberzeugt, dass sich zu den japanischen und koreanischen Touris bald auch mehr und mehr Europaer gesellen werden. Zu uns gesellen sich in diesen 3 Tagen gute 2 kg Waffeln - ja, ja Guetzli en masse und zwei Waffli-Suechtige, die immer wieder an die Ulitsa Svetlanskaya 29 pilgern, um fuer Nachschub zu sorgen! Ein schoener Laden, der eigentlich auch Kreditkarten akzeptiert, wenn denn das Froeilein wuesste, wie die Geraetschaften zu handhaben sind. Bevor wir Vlad den Ruecken kehren, versuchen wir im Hafen zu einem Billet fuer die Faehre nach Sakhalin zu kommen. Einen Schalter koennen wir nirgends finden und klopfen deshalb bei allen Firmen mit "Sakhalin" im Namen an und fragen nach. Das Resultat der Umfrage: die Verbindung wurde vor gut drei Jahren eingestellt... zu schade, einmal mehr. Kurzerhand beschliessen wir, unsere Route zu aendern. So schippern in drei Stunden nach Slavyanka, um die Kueste der Primorye genauer zu erkunden. Stelle dir 300 Kinder vor, welche sich einen der 150 Sitzplaetze ergattern wollen... so stehen hier die Russen fuer die Faehre (wohl eher ein mit Sitzplaetzen unter Deck bestueckter Frachter) an! So sitzen :-) wir unter Deck und mit den ersten Wellen wird es ruhig... die Ersten wechseln sicherheitshalber schon mal zum Bullauge. Aldo geht's ebenfalls nicht wahnsinnig gut, doch er meistert das Geschaukel ohne Zwischenfaelle. Im Dunkeln laufen wir aus dem Dorf, in der Hoffnung bald einen Zeltplatz zu finden. Entlang der Strasse scheint es schwierig zu werden - zu viele Haeuser, Baeume und Buesche. Ploetzlich stoppt ein Autofahrer, der uns an die Kueste fahren will. Nach einigem Hin und Her willigen wir ein und bei stroemendem Regen erreichen wir das Kap Nerpa. Waehrend wir unser Zelt im Stockfinsteren aufstellen, ver- sucht unser Ex-Polizist auf der nun aufgeweichten, schlammigen Strasse zurueck- zufahren - trotz 4x4 hoeren wir das Motorengeheul noch ueber eine Stunde lang! Gwundrig strecken wir unsere Koepfe am naechsten Morgen aus dem Zelt und finden uns in einer schoenen, huegeligen und grasgruenen Kuestenlandschaft wieder. Waehrend 5 Tagen wandern wir via Kap Gamov von Ryazanovka nach Andreevka. Die huegelige Landschaft ist von lichten Eichenwaeldern gepraegt. Die dunklen Staemme der Eichen stehen in starkem Kontrast zu den hellen Graesern und Farne. In der ersten Nacht, fernab jeden Dorfes, werden wir morgens um 3 Uhr aus den Federn gerissen. Dem Grunzen und Schnauben nach, scheint ein Khaban - e rechtigi Woeudsou aso - herumzustoebern. Mit der Taschenlampe in der einen Hand und dem Baerenspray in der anderen lauschen wir den Geraeuschen, bis diese verschwinden. Eine hiesige Wildsau kann bis zu 300 kg wiegen und ist dementsprechend gross... gefaehrlich?! Die weitere Wanderung verlaeuft ruhig und gelassen, als der 36- Stunden-Dauerregen aufhoert und wir nicht 2 Meter hohe Maschendrahtzaeune umwandern muessen. Neben hunderten von Schmetterlingen, riesigen Brummern (etwas a la Hornussi), entdecken wir auch einige Rehe - Baeren und Tiger blieben aus unserer Sichtweite.

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